Protest gegen Steinbruch im Saalekreis: 500 Einwendungen in letzter Minute eingereicht

Der geplante Steinbruch im Saalekreis trifft auf massiven Widerstand. Mit über 500 Einwendungen und einer Sammelpetition machen Bürger auf die Folgen aufmerksam. Kritisiert werden vor allem Umweltbelastungen und zusätzliche Verkehrsprobleme. Wie geht es weiter?

Der Widerstand gegen den geplanten Steinbruch im Saalekreis nimmt immer größere Ausmaße an. Kurz vor Ablauf der Frist zum Einreichen von Einwendungen haben Bürger aus Niemberg, Brachstedt und Oppin eindrucksvoll Stellung bezogen. Mit mehr als 500 schriftlichen Einwendungen und einer beeindruckenden Sammelpetition, die 2.033 Unterschriften umfasst, senden sie ein klares Signal an das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB).

Bürgerprotest erreicht das LAGB

Kurz vor Ablauf der Frist wurde der Protest gegen den geplanten Steinbruch im Saalekreis vor dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB) unübersehbar. Eine Gruppe engagierter Bürger aus den betroffenen Ortschaften Niemberg, Brachstedt und Oppin versammelte sich vor dem Amt, um die gesammelten Einwendungen persönlich zu überreichen. Besonders eindrucksvoll: Neben über 500 Einzel-Einwendungen präsentierten die Bürger eine Sammeleinwendung mit insgesamt 2.033 Unterschriften, die die Ablehnung des Vorhabens unterstreichen.

Der Präsident des LAGB, Uwe Schaar, nahm die Dokumente entgegen und würdigte das Engagement der Anwohner: „Das ist schon besonders.“ Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass die Prüfung der zahlreichen Einwendungen Zeit in Anspruch nehmen wird. Schaar rechnet mit weiteren Einreichungen bis zum Ablauf der Frist am 04.12 und betonte, dass auch Stellungnahmen von Behörden, Naturverbänden sowie Städten und Gemeinden berücksichtigt werden müssen.

Die Übergabe der Einwendungen symbolisiert einen weiteren Höhepunkt in der wachsenden Opposition gegen den Steinbruch. Die Bürger kritisieren das Projekt vor allem wegen der möglichen Auswirkungen auf die Umwelt, die Lebensqualität und die Infrastruktur der Region. Welche Rolle diese Argumente in der weiteren Prüfung spielen werden, bleibt abzuwarten.

Der geplante Steinbruch und seine Auswirkungen

Das Projekt, das den geplanten Steinbruch im Saalekreis umfasst, steht seit seiner Bekanntmachung in der Kritik. Wie bereits in einem früheren Artikel berichtet, ist der Hartsteintagebau in der Nähe von Niemberg, Brachstedt und Oppin für die Förderung von Rohstoffen vorgesehen, die vor allem in der Bauwirtschaft von Bedeutung sind. Befürworter betonen die wirtschaftliche Relevanz und die potenziellen Arbeitsplätze, die durch das Vorhaben entstehen könnten.

Die geplanten Arbeiten würden jedoch massive Eingriffe in die Umwelt bedeuten, was bei den Anwohnern Besorgnis auslöst. Kritisiert werden vor allem mögliche Schäden an natürlichen Lebensräumen, die Auswirkungen von Lärm und Staub sowie die zusätzliche Verkehrsbelastung durch den Abtransport der Rohstoffe. Schwertransporte könnten die Lebensqualität in der Region erheblich beeinträchtigen, argumentieren Gegner des Projekts.

Der Steinbruch steht damit im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der Umwelt sowie der Anwohner. Die große Anzahl an Einwendungen und die Sammelpetition zeigen, dass die betroffene Bevölkerung das Projekt nicht ohne Widerstand hinnehmen wird.

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